Menopause / Klimakterium

Die Phasen der Wechseljahre einfach erklärt
Die Menopause – medizinisch „Klimakterium“ – ist ein natürlicher Lebensabschnitt jeder Frau, in dem die Hormonproduktion langsam zurückgeht. Dieser Prozess beginnt meist zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr, verläuft jedoch sehr individuell. Die Wechseljahre bestehen nicht aus einem einzigen Moment, sondern aus vier aufeinanderfolgenden Phasen, in denen sich Körper und Hormonsystem verändern.
1. Prämenopause
Sie beginnt häufig um das 40. Lebensjahr. Die Eierstockfunktion nimmt langsam ab, und erste Veränderungen im Zyklus können auftreten – meist noch ohne deutliche Beschwerden.
2. Perimenopause
Diese Phase umfasst die Jahre vor der letzten Menstruation und endet mit ihr. Hormonspiegel schwanken stark, was zu typischen Beschwerden führen kann – etwa Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder unregelmäßigen Blutungen.
3. Menopause
Sie bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Regelblutung, der erst rückblickend festgestellt werden kann, wenn 12 Monate lang keine Menstruation mehr auftritt. Beschwerden aus der Perimenopause können in dieser Phase anhalten oder sich verstärken.
4. Postmenopause
Beginnt ein Jahr nach der letzten Blutung und kann viele Jahre dauern. Die Hormonspiegel bleiben dauerhaft niedrig, was das Risiko für z. B. Osteoporose erhöhen kann. Beschwerden können abklingen – oder individuell weiterhin bestehen.
Frühere Wechseljahre? Ja – und oft unerkannt
Weniger bekannt ist, dass Frauen auch deutlich früher in die Wechseljahre kommen können. Dazu kommt es u. a. bei:
-
genetischer Veranlagung
-
Autoimmunerkrankungen
-
Entfernung der Eierstöcke
-
Krebserkrankungen wie Brust‑ oder Gebärmutterkrebs
-
Chemo‑ oder Strahlentherapie
Gerade nach onkologischen Erkrankungen kann der Hormonspiegel massiv beeinflusst werden – oft früher und stärker, als Betroffene erwarten.
Warum diese Informationen wichtig sind
Viele Frauen erleben Symptome lange, bevor sie wissen, dass sie sich in einer frühen Phase der Wechseljahre befinden. Eine klare Einordnung der Phasen hilft, Veränderungen im Körper zu verstehen – und frühzeitig zu handeln.
Wenn du merkst, dass dich dieses Thema beschäftigt oder du dir eine persönliche Einordnung wünschst, begleite ich dich gern!