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Vitamin D

Vitamin D

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle für zahlreiche Prozesse in unserem Körper – und besonders für Frauen ist ein guter Vitamin‑D‑Status wichtig.

Es unterstützt unter anderem die Hormonbalance, das Immunsystem und trägt wesentlich zur Erhaltung gesunder Knochen bei. Ein optimaler Vitamin‑D‑Spiegel kann zudem das Risiko für Osteoporose senken.


Wusstet ihr, dass Vitamin D streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormonvorläufer ist?

Vitamin D weist die gleiche molekulare Grundstruktur wie Steroidhormone – z. B. Östrogene – auf. Deshalb wird es häufig auch als Vitamin‑D‑Hormon bezeichnet.


So bildet der Körper Vitamin D selbst:

Über die Haut entsteht zunächst Cholecalciferol (Vitamin D₃), eine Vorstufe des aktiven Vitamins. Dieses wird anschließend


– in der Leber zu Calcidiol (25‑OH‑D)


– und in der Niere zu Calcitriol (1,25‑OH‑D), der hormonaktiven Form, umgewandelt.


Ohne Sonne geht es nicht:
Für die körpereigene Bildung benötigt die Haut UV‑B‑Strahlung im Bereich von etwa 290–315 nm. Diese Bedingungen sind in Deutschland vor allem in den Sommermonaten gegeben.
Wichtig: Sonnenschutzmittel blockieren die UV‑B‑Strahlung, die zur Vitamin‑D‑Synthese notwendig ist – schützen aber gleichzeitig die Haut und senken das Hautkrebsrisiko. Hier gilt also eine gute Balance zu finden.


Vitamin‑D‑Mangel vorbeugen – das ganze Jahr über:
Da die Sonneneinstrahlung im Herbst und Winter oft nicht ausreicht, ist es sinnvoll, den Vitamin‑D‑Status regelmäßig überprüfen zu lassen. Die Bestimmung erfolgt per Bluttest (25‑OH‑D).
Hinweis: Die Untersuchung ist in der Regel eine IGeL‑Leistung, wird aber von den Krankenkassen übernommen, wenn ein medizinischer Verdacht auf einen Mangel besteht.


Empfehlungen für die Versorgung:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 20 µg Vitamin D pro Tag zur Erhaltung normaler Knochen.
Das Robert Koch‑Institut (RKI) bewertet Serumwerte wie folgt:
• ≥ 20 ng/ml: ausreichende Versorgung
• 12–<20 ng/ml: suboptimal
• < 12 ng/ml: Risiko für Rachitis/Osteomalazie; bei Erwachsenen erhöhtes Osteoporoserisiko


Chronische Erkrankungen von Darm, Leber oder Niere sowie bestimmte Medikamente können die Vitamin‑D‑Bildung beeinträchtigen. In solchen Fällen kann – nach ärztlicher Rücksprache – eine Supplementation sinnvoll sein.


So kannst du deine Vitamin‑D‑Versorgung verbessern:
• häufiger im Freien aufhalten
• Vitamin‑D‑reiche Lebensmittel integrieren (z. B. fetter Seefisch, Eigelb, Pilze)
• ggf. Vitamin‑D‑Präparate einnehmen – aber niemals ohne ärztlichen Rat!

 

Wichtig:
Bitte nicht einfach ein Präparat einnehmen. Lass vorab ärztlich prüfen, ob ein Mangel besteht und welche Dosierung sinnvoll ist. Ärztinnen und Ärzte können – falls nötig – auch hoch dosierte Präparate gezielt berechnen und verordnen.

Du möchtest mehr zu diesen Thema wissen? Dann begleite ich dich gerne!

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